Arbeitskreis Soziales

Von links nach rechts: Frau Wienand, Frau Brandt, Frau Lorscheidt, Frau Rauh, Frau Hesper, Frau Hartrumpf, Frau Ding, Frau Cordes, Frau Kruse, Herr Lüking, Frau Großmann

  • 2016_04_grossmannA. Großmann


  • G. Ding

Stand: September 2016

Kontakt und Infos: aksoziales@mariecurie-d.de 

Z U M   B L O G   D E S   A K   S O Z I A L E S   G E H T   E S     H I E R 

SOZIALPRAKTIKUM AM MCG

1. Soziales Engagement am MCG
Das Marie-Curie-Gymnasium legt seit jeher großen Wert auf ein gutes Sozialklima und fördert mit Lehrerunterstützung das freiwillige, soziale Engagement der Schüler. In folgenden Bereichen bestehen bereits seit mehreren Jahren Aktivitäten: Paten für die 5. Jahrgangsstufe / Streitschlichter / Sanitätsdienst / Schüler helfen Schülern (gegen Obolus) / Staubengel / Kleidersammlung für Trebe-Café / Weihnachten im Schuhkarton.

Unter dem Leitsatz „MCG TUT GUT“ werden seit Ende 2005 alle freiwilligen sozialen Aktivitäten am MCG im Arbeitskreis (AK) Soziales zusammengefasst. Dem AK gehören Eltern, Lehrer und Schüler an. Er gibt Impulse, bereitet den Weg und unterstützt Schüler, die sich sozial engagieren wollen, indem er den Kontakt zu sozialen Einrichtungen herstellt und pflegt, die Aktivitäten der engagierten Schüler begleitet und für die Kommunikation aller Beteiligten untereinander sorgt.

2. Ziel sozialen Engagements
Zu einer guten Schul- und Persönlichkeitsbildung gehört auch die Fähigkeit, sozial verantwortlich zu fühlen und zu handeln. Um diese Kompetenz zu vermitteln und das Bewusstsein für ethische Grundwerte zu stärken, wurde ein Instrument geschaffen, nämlich ein verbindliches Sozialpraktikum, das allen Schülern am MCG die Möglichkeit gibt, sich sozial zu engagieren und dabei erkennen zu lernen, dass weder Sozialstatus noch Herkunft, weder Bildung noch geistige oder körperliche Leistungsfähigkeit den Wert eines Menschen ausmachen. Die Schüler können so lernen, schwächeren oder benachteiligten Menschen mit Empathie zu begegnen und sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen.
Die Schüler erfahren, dass ihr Engagement nicht eingleisig ist, sondern auch sie selbst um viele positive und intensive Eindrücke und Erlebnisse bereichert werden. Gleichzeitig lernen sie Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Eigenverantwortung und stärken ihr Selbstbewusstsein, wenn sie spüren, wie wichtig ihr persönlicher Einsatz ist und welche Freude sie anderen damit bereiten. Sie werden darüber hinaus in der Lage sein, gesellschaftspolitische Themen weitaus differenzierter betrachten zu können. All dies trägt aus gutem Grund dazu bei, dass Arbeitgeber der Schlüsselqualifikation Sozialkompetenz in zunehmendem Maße einen hohen Stellenwert beimessen, was zur Folge hat, dass sich ein Nachweis hierüber in den Bewerbungsunterlagen durchweg positiv auf die Einstellungschancen auswirkt.

3. Konzept zur Umsetzung der Zieldefinition
Da die Schüler zwar einerseits möglichst früh an das Thema „Soziales Handeln“ herangeführt werden sollen, andererseits jedoch eine gewisse Reife und Eigenverantwortlichkeit Voraussetzung sind und ein Schuljahr als Einstieg gewählt werden sollte, in dem nicht zu viele schulische Sonderaktivitäten (Klassenfahrten, Zentrale Prüfungen usw.) stattfinden, fiel die Wahl für das verbindliche Sozialpraktikum auf das 9. Schuljahr.
Um soziales Denken und Handeln bei den Schülern zu festigen und da dies am besten durch Regelmäßigkeit geschieht, wurde einer bestimmten Anzahl von Sozialstunden (60 im Verlauf des 9. Schuljahres) der Vorzug vor einem einmaligen 1- oder 2-wöchigen Praktikum gegeben.
Die Schüler des MCG haben deshalb ab dem 2. Schulhalbjahr 2007/8 zunächst in einem Pilotprojekt freiwilliger Schüler mit einem Sozialpraktikum begonnen. Die Erfahrungen aus diesem Pilotprojekt wurden gemeinsam mit den Schülern am Schuljahresende hinsichtlich der Planung und Umsetzung des Konzeptes für das verbindliche Sozialpraktikum ausgewertet.

Eine für alle Beteiligten nachhaltig positive und erfolgreiche Umsetzung eines für alle Schüler verbindlichen Sozialpraktikums ist verbunden mit reibungslosen Abläufen und verlangt ein hohes Maß an Kommunikation, professioneller Organisation, Koordination und Betreuung, die zu jeder Zeit gewährleistet sein müssen. Diese komplexe Aufgabe hat ab dem zweiten Schulhalbjahr 2007/8 eine externe, hauptamtliche Sozialpädagogin, Frau Nyenhuis, angestellt bei der Diakonie Düsseldorf, finanziert durch die Stadt Düsseldorf, mit 19,5 Stunden übernommen. Bis zum Ende des Schuljahres 2011/2012 übernahm ihre Arbeit Herr Alexander Flohé. Seine Nachfolgerin ist seit dem neuen Schuljahr Frau Gerlinde Ding.

4. Verbindliches Sozialpraktikum – Durchführung
In einem Markt der Möglichkeiten wurden den Schülern der 9. Jahrganggstufe vor den Ferien Arten von Einrichtungen vorgestellt, in denen sie sich engagieren können. Sie haben sich im Anschluss an diese Veranstaltung für eine Einrichtungsart (Altenheim, Kindergarten, Förderschulen, Ogata u.a.m.) entschieden und sind in entsprechende Einrichtungen vermittelt worden. Vor ihrem Einsatz sind die Schüler durch Frau Nyenhuis auf das Bewerbungsgespräch und ihre jeweiligen Einsatzorte hin vorbereitet worden.
Danach haben sich die Schüler in den Einrichtungen persönlich vorgestellt und ab dem 1.9.2008 mit dem Praktikum angefangen.

Während des Praktikums führen die Schüler eine Praktikumsmappe (Vertrag, Tätigkeitsnachweis, Bericht u.a.m.), in der sie ihr Engagement dokumentieren. In der jeweiligen Einrichtung besitzen sie Ansprechpartner und werden außerdem durch den Sozialpädagogen Alexander Flohé, durch ehrenamtliche Mitarbeiter der Diakonie, ehrenamtlich tätige Eltern und den AK Soziales der Schule begleitet und unterstützt.