Sozialpraktikum

Wir sind inzwischen auch mit einer eigenen Seite im Netz! Daher …:

Zum BLOG des Arbeitskreises Soziales geht es hier

Dort finden sich neben FAQ, Erfahrungsberichten und vielem mehr auch – unter Downloads – die folgenden Dokumente / Dateien:

  • Antrag Führungszeugnis
  • Einwilligung zur Verwendung von Aufnahmen
  • Bescheinigung Gesundheitsamt
  • Vereinbarung
  • Flyer

 

Einen ersten Überblick allerdings erhalten Sie auch in der Folge:

 1. Soziales Engagement am MCG
Das Marie-Curie-Gymnasium legt seit jeher großen Wert auf ein gutes Sozialklima und fördert mit Lehrerunterstützung das freiwillige, soziale Engagement der Schüler. In folgenden Bereichen bestehen bereits seit mehreren Jahren Aktivitäten:

  • Paten für die 5. Jahrgangsstufe
  • Streitschlichter
  • Sanitätsdienst
  • Schüler helfen Schülern (gegen Obolus)
  • Staubengel
  • Kleidersammlung für Trebe-Café
  • Weihnachten im Schuhkarton

Unter dem Leitsatz „MCG TUT GUT“ werden seit Ende 2005 alle freiwilligen sozialen Aktivitäten am MCG im Arbeitskreis (AK) Soziales zusammengefasst. Dem AK gehören Eltern, Lehrer und Schüler sowie von Seiten der Diakonie eine Begleitung des sozialen Engagements an. Er gibt Impulse, bereitet den Weg und unterstützt Schüler, die sich sozial engagieren wollen, indem er den Kontakt zu sozialen Einrichtungen herstellt und pflegt, die Aktivitäten der engagierten Schüler begleitet und für die Kommunikation aller Beteiligten untereinander sorgt.

2. Ziel sozialen Engagements
Zu einer guten Schul- und Persönlichkeitsbildung gehört auch die Fähigkeit, sozial verantwortlich zu fühlen und zu handeln. Um diese Kompetenz zu vermitteln und das Bewusstsein für ethische Grundwerte zu stärken, wurde ein Instrument geschaffen, nämlich ein verbindliches Sozialpraktikum, das allen Schülern am MCG die Möglichkeit gibt, sich sozial zu engagieren und dabei erkennen zu lernen, dass weder Sozialstatus noch Herkunft, weder Bildung noch geistige oder körperliche Leistungsfähigkeit den Wert eines Menschen ausmachen. Die Schüler können so lernen, schwächeren oder benachteiligten Menschen mit Empathie zu begegnen und sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen.

Die Schüler erfahren, dass ihr Engagement nicht eingleisig ist, sondern auch sie selbst um viele positive und intensive Eindrücke und Erlebnisse bereichert werden. Gleichzeitig lernen sie Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Eigenverantwortung und stärken ihr Selbstbewusstsein, wenn sie spüren, wie wichtig ihr persönlicher Einsatz ist und welche Freude sie anderen damit bereiten. Sie werden darüber hinaus in der Lage sein, gesellschaftspolitische Themen weitaus differenzierter betrachten zu können. All dies trägt aus gutem Grund dazu bei, dass Arbeitgeber der Schlüsselqualifikation Sozialkompetenz in zunehmendem Maße einen hohen Stellenwert beimessen, was zur Folge hat, dass sich ein Nachweis hierüber in den Bewerbungsunterlagen durchweg positiv auf die Einstellungschancen auswirkt.

3. Konzept zur Umsetzung der Zieldefinition
Da die Schüler zwar einerseits möglichst früh an das Thema „Soziales Handeln“ herangeführt werden sollen, andererseits jedoch eine gewisse Reife und Eigenverantwortlichkeit Voraussetzung sind und ein Schuljahr als Einstieg gewählt werden sollte, in dem nicht zu viele schulische Sonderaktivitäten (Klassenfahrten, Zentrale Prüfungen usw.) stattfinden, fiel die Wahl für das verbindliche Sozialpraktikum auf das 9. Schuljahr.
Um soziales Denken und Handeln bei den Schülern zu festigen und da dies am besten durch Regelmäßigkeit geschieht, wurde einer bestimmten Anzahl von Sozialstunden (60 im Verlauf des 9. Schuljahres) der Vorzug vor einem einmaligen 1- oder 2-wöchigen Praktikum gegeben.

Die Schüler des MCG haben deshalb ab dem 2. Schulhalbjahr 2007/8 zunächst in einem Pilotprojekt freiwilliger Schüler mit einem Sozialpraktikum begonnen. Die Erfahrungen aus diesem Pilotprojekt wurden gemeinsam mit den Schülern am Schuljahresende hinsichtlich der Planung und Umsetzung des Konzeptes für das verbindliche Sozialpraktikum ausgewertet.
Eine für alle Beteiligten nachhaltig positive und erfolgreiche Umsetzung eines für alle Schüler verbindlichen Sozialpraktikums ist verbunden mit reibungslosen Abläufen und verlangt ein hohes Maß an Kommunikation, professioneller Organisation, Koordination und Betreuung, die zu jeder Zeit gewährleistet sein müssen. Diese komplexe Aufgabe hat ab dem zweiten Schulhalbjahr 2007/8 eine externe, hauptamtliche Sozialpädagogin, Frau Nyenhuis, angestellt bei der Diakonie Düsseldorf, finanziert durch die Stadt Düsseldorf, mit 19,5 Stunden übernommen. Bis zum Ende des Schuljahres 2011/2012 übernahm ihre Arbeit Herr Alexander Flohé. Seine Nachfolgerin ist seit dem Schuljahr 2012/2013 Frau Gerlinde Ding.

4. Verbindliches Sozialpraktikum – Durchführung
Erstmalig wurden in einem Markt der Möglichkeiten den Schülern der 9. Jahrganggstufe vor den Ferien Arten von Einrichtungen vorgestellt, in denen sie sich engagieren können. Sie haben sich im Anschluss an diese Veranstaltung für eine Einrichtungsart (Altenheim, Kindergarten, Förderschulen, OGS u.a.m.) entschieden und sind in entsprechende Einrichtungen vermittelt worden. Vor ihrem Einsatz sind die Schüler durch Frau Ding auf das Bewerbungsgespräch und ihre jeweiligen Einsatzorte hin vorbereitet worden. Danach haben sich die Schüler in den Einrichtungen persönlich vorgestellt und ab dem 1.9.2008 mit dem Praktikum angefangen.

Während des Praktikums führen die Schüler eine Praktikumsmappe (Vertrag, Tätigkeitsnachweis, Bericht u.a.m.), in der sie ihr Engagement dokumentieren. In der jeweiligen Einrichtung besitzen sie Ansprechpartner und werden außerdem durch Frau Ding, durch ehrenamtliche Mitarbeiter der Diakonie, ehrenamtlich tätige Eltern und den AK Soziales der Schule begleitet und unterstützt.

Stand: November 2014